Mlle. Lenormand und ihre Karten

Mlle. LenormandMarie Anne Lenormand  (= Mlle Lenormand) wurde am 27. Mai 1772 in der Altstadt von Alençon in der Basse Normandie in eine Kaufmannsfamilie hinein geboren. Sie starb am 25. Juni 1843 in Paris im Alter von 71 Jahren.

Anne-Marie Adelaide Lenormand war eine der bedeutendsten Wahrsagerinnen, Seherinnen und Kabbalistinnen des 19. Jahrhunderts.

Sie hatte ihren Tod voraus geahnt und wusste, dass sie eines Tages durch einen Ärztepfusch ihr Leben lassen sollte.
Und genauso kam es dann auch. Nach einer Blasenoperation erlitt sie eine Infektion. Unter Aufbietung all ihrer noch körperlichen Kräfte ließ sie ihre Schüler und Freunde ans Krankenbett kommen, um ihnen letzte Hilfe und Tipps zu geben, bevor sie dann für immer ihre Augen schloss, um in der spirituellen Seelenwelt ihre letzte Ruhe zu finden.
Doch kommen wir wieder an den Anfang zurück.

Zunächst verbrachte sie die ersten 6 Jahre ihres Lebens in einer glücklichen Kindheit. Es ging den Lenormands  finanziell gut. Der Vater war ein angesehener Tuchmacher. Doch dieser starb, als Anne Marie ein Kind im zarten Alter von 1 Jahr war.
Die Mutter litt sehr darunter, heiratete jedoch erneut, doch auch sie verstarb fünf Jahre später. Zurück blieben ein älterer Bruder Namens Marc und eine jüngere Schwester Sophie. Anne Marie hatte zu Ihnen immer ein gutes Verhältnis. Sie hat die Geschwister in späteren Jahren ständig finanziell unterstützt und gefördert.
Der Tod der Eltern, besonders der Mutter, ließ Anne Marie in tiefer Trauer zurück. Sie verschaffte sich Ablenkung, indem sie sich unter Artisten und Zigeuner mischte, die vor den Toren der Stadt ihre Zelte und Wohnwagen aufgestellt hatten. Der Zutritt hinter die Tore der Stadt war ihnen verwehrt. Doch bei genau diesem fahrenden Volk war Anne Marie in jeder ihrer freien Minuten zu finden, oft auch von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Sie sah den Zigeunern beim Handlesen zu, spielte mit den Artistenkindern und fühlte sich dort Zuhause.

Ein Zigeuner las auch Anne Marie aus der Hand und prophezeite ihr eine großartige Zukunft als Seherin.

Der Stiefvater wollte dem umtriebigen Leben seiner Stieftochter ein Ende bereiten; denn er fürchtete auch um seinen Ruf. So kam Anne Marie Lenormand in eine Klosterschule Ihrer Heimatstadt und sollte von nun an von Benediktinerinnen erzogen werden. Doch niemand war in der Lage, mit dem wilden und freiheitsliebenden Kind umzugehen. Sie war eine begabte Schülerin und hatte ihre Freude an Mathematik, an Literatur und Sprachen. In den Pausen las Anne Marie fleißig ihren Mitschülern aus der Hand und vermied es in den seltensten Fällen, ein Blatt vor den Mund zu nehmen, auch vor keiner Äbtissin.

Obwohl Anne Marie Lenormand dafür auf das Schärfste getadelt wurde, sagte sie spontan und geradeheraus im Jahre 1781 die Absetzung der Äbtissin voraus was dann auch tatsächlich eintraf.

Anne Marie wurde dennoch der Schule verwiesen.
1783, im Alter von 10 Jahren, erlernte sie das Nähen. 1786 zog sie nach Paris und arbeitete dort als  Verkäuferin im Geschäft Ihres Stiefvaters. Doch ihre wahre Leidenschaft und Liebe galt nach wie vor den Karten. Nach Überlieferungen benutzte sie die Kartendecks von Jean Baptist Alliette.

Schnell hatte sich die Fähigkeit von der Lenormand herumgesprochen und die Kunden, sogar aus der feinen Gesellschaft suchten Ihren Rat.

Oft kam es deshalb auch zu Verhaftungen wegen Hexerei und magischen Praktiken. Nur dauerten diese Inhaftierungen selten Wochen, es gab immer im Außen Drahtzieher, die für ihre Freilassung eintraten.
Ein paar Jahre später verwirklichte sie gemeinsam mit der Wahrsagerin Madame Gilbert mit einem Bureau für Wahrsagerei ihre Selbstständigkeit. In kürzester Zeit schafft die Lenormand ihren Durchbruch, wohnt von nun an in einem vornehmen Stadtteil von Paris in der Rue de Tournon 6 und führt in dieser Wohnung über 40 Jahre  ihre Beratungen durch.
Doch  auch die einfachen Leute sollten weiter ihre Hilfe bekommen. Sie vergaß nie ihre Herkunft und so gab es für diese Menschen verbilligte Honorare.  Anne Marie bediente sich auch der Kabbala, den Kristallen, der Horoskope, der Astrologie, dem Handlesen und ähnlichen diversen Praktiken.

Nach einem kurzen Aufenthalt in London siegte das Heimweh nach ihrem geliebten Frankreich. Sie kam zurück und blieb bis zu ihren Tod in Paris. Schnell hat sich herumgesprochen, mit welcher Treffsicherheit die Madame die Karten legt. Auch in Adelskreisen wird dies immer mehr bekannt.

Selbst die französische Kaiserin und der Kaiser von Russland Alexander I  wollten und bekamen ihren Rat.

Wiederum wurde Anne Marie Lenormand verhaftet und der Hexerei und Wahrsagerei und sogar des Hochverrats angeklagt und landete im Gefängnis. Doch wie immer: ihre Inhaftierung war stets von nur kurzer Dauer.
Als eines Tages eine schöne Adelige Anne Maries Rat sucht, erkennt sie ehrfürchtig in ihr die zukünftige Frau Napoleons und nächste Königin von Frankreich. Diese Begegnung sollte der Anfang einer schicksalhaften  Freundschaft werden.
Bald beriet sie u. a. Kaiserin Josephine, die angeblich zu einer intimen Freundin geworden war in allen Lebenslagen, sowie Napoleon und Robespierre. Anne Marie wurde auch von Napoleon oft um Hilfe gebeten. Leider missachtete er  ihren Rat, sich von seiner Absicht zu lösen, sich Josephine scheiden zu lassen, weil sie sah wie es dann mit Napoleon bergab gehen würde. Und genauso geschah es. Seine Heirat mit Marie Luise von Österreich brachte ihm alles andere als Glück. Vielleicht wäre die Geschichte Europas anders verlaufen, hätte er auf die weise Madame Lenormand gehört.

1814 hat Marie Anne Lenormand angefangen, ihre Memoiren zu schreiben und ließ sich auch dazu hinreißen, delikate und brisante Einzelheiten über die großen Männer Frankreichs zu veröffentlichen.
Sie sind in französischer Sprache geschrieben und dürften für den Leser eine phantastische Reise in vergangene Jahrhunderte bedeuten.

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